Allgemein Gesehen

Meine Lieblingsfilme des letzten Jahres – Teil 1

lieblingsfilme

Ja, ich liebe Filme. Es gibt nur wenige Genre, die ich nicht leiden kann, daher schaue ich alles mögliche. Und manchmal schaue ich auch gerne Schrott. Oder zumindest was andere dafür halten mögen.

Also nur so als kleine Vorwarnung, denn hier kommt Teil 1 meiner <trommelwirbel> Lieblingsfilme des vergangen Jahres</trommelwirbel> (und ja, ich weiß, es ist fast März 2015, aber was soll’s).

 

12 Years a Slave

Story: Solomon Northup ist ein freier Afroamerikaner und lebt zusammen mit seiner Familie im Bundesstaat New York. Als begnadeter Geigenspieler wird er zu einem Auftritt in Washington D. C. eingeladen, doch in der Nacht danach wird er unter Drogen gesetzt, entführt und als Sklave nach Lousianna verkauft.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=Ayk-oeu4moI]

 

Fazit: Der Film basiert auf den Memoiren von Solomon Northup und ist alles andere als leichte Kost. Die Realität kann dann doch schlimmer sein als jeder Horrorfilm. Wer Folter- und Gewaltszenen nur bedingt ertragen kann, sollte sich vielleicht auf diesen Film verzichten. Für mich trotzdem einer der besten Filme 2014.

 

Dallas Buyers Club

Story: 1985 in Dallas Texas. Nachdem Rodeofan und Homophobiker Ron zusammengebrochen ist, erfährt er im Krankenhaus, dass er AIDS hat. Zeitgleich wird das neue Medikament AZT als Heilmittel gegen HIV vorgestellt und zum Test an menschlichen Probanden freigegeben. Da Ron die Teilnahme am Test zu unsicher ist, da nur die Hälfte der Teilnehmer AZT und die andere Hälfte nur Placebos erhält, versucht er über Bestechung an das Medikament zu bekommen und sich selbst zu therapieren. Als seiner ersten Quelle der Stoff ausgeht, will er in Mexiko Nachschub besorgen, bricht jedoch noch in der Klinik zusammen. Der dortige Arzt hält nichts von AZT, da dieses starke Nebenwirkungen zeigt, und therapiert Ron mit anderen Medikament, die jedoch in den USA nicht zugelassen sind, obwohl diese nicht gefährlich sind und keine Nebenwirkungen zu haben scheinen. Daraufhin hat Ron die Idee, diese Medikamente in den USA zu verkaufen und legt sich dabei mit der FDA (Food and Drug Administration) an.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=e8qW6VdgkDM]

 

Fazit: Klar, die wahre Geschichte von Ron Woodruff wird hier einmal ordentlich „verhollywoodet“. Da ist diese wunderbare Wandlung vom „Schwulenhasser“, der nur auf Kohle aus ist, zum toleranten und mitfühlenden Mitmenschen – genau das, worauf dir Filmindustrie steht (der echte Ron war wohl gar nicht homophob). Aber die entstehende Freundschaft der beiden ungleichen Figuren von Ron und Rayon wäre vermutlich bei weitem nicht so rührend. Gefallen hat mir die schauspielerische Leistung von Matthew McConaughey (Ron) und Jared Leto (Rayon), aber auch diese David-gegen-Goliath-Mentalität des Films.

 

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Story: Die 16-jährige Hazel Grace ist krank, sehr krank. Seit einigen Jahren leidet sie an Schilddrüsenkrebs. Durch die Metastasen in der Lunge muss sie stets ein kleines Beatmungsgerät mit sich herumtragen. In einer Selbsthilfegruppe für krebskranke Jugendliche freundet sie sich mit Augustus „Gus“ Walters an, dem im Folge einer Knochenkrebserkrankung ein Bein amputiert werden musste. Als aus der Freundschaft langsam Liebe wird, zieht sich Hazel zurück. Sie betrachtet sich durch ihre Krankheit selbst als eine „Zeitbombe“, die irgendwann explodiert und dabei jeden um sich herum verletzt. Aber so leicht lässt sich ein Gus Walters nicht abwimmeln.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=0vcqIQdTII4]

 

Fazit: Ich mochte schon die gleichnamige Buchvorlage von John Greene. In der Geschichte geht es um Liebe, Leben und Sterben. Obwohl sowohl Buch als Film verdammt traurig sind (Taschentuchalarm hoch drei), gibt es auch zahlreiche lustige Szenen. Insgesamt erinnert es mich ein wenig an das erste Frühstück nachdem mein Vater gestorben ist. Irgendwann erzählte jemand lustige Geschichten über ihn und wir saßen da und lachten und weinten zu gleich. So ähnlich ist es auch bei „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“. Man lacht und man weint, manchmal beides zugleich. Die Geschichte an sich ist nicht neu, aber hat man es geschafft, den großen Kitsch zu umfahren.

 

Die Entdeckung der Unendlichkeit

Story: Der hochintelligente Stephen Hawking, Student der theoretischen und kosmologischen Physik, trifft auf einer Feier Romanistikstudentin Jane Wilde. Die beiden verlieben sich ineinander und werden ein Paar. Eines Tages fällt Stephen plötzlich über seine eignen Füße und schlägt sich den Kopf auf. Im Krankenhaus erhält er die Diagnose Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), eine degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems. Obwohl Jane von allen Seiten gewarnt wird, dass damit Stephens Lebenserwartung vermutlich nur noch wenige Jahre betragen wird, hält sie an der Beziehung fest. Unterstützt von Jane, seinen Freunden und Familie kämpft sich Stephen zurück ins Leben.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=hfH3Dv-L5n0]

 

Fazit: Die Entdeckung der Unendlichkeit behandelt zwar auch die Leistungen Stephen Hawkings im Bereich der Physik (wäre auch schwierig einen Film über ihn zu drehen, ohne dieses Thema anzusprechen), aber eigentlich geht es um eine Liebe, die versucht, einer furchtbaren Diagnose zu trotzen. Und auch darum, dass vielleicht die Liebe, aber nicht eine Beziehung allem Stand halten kann. Besonders beeindruckend fand ich die beiden Hauptdarsteller, Eddie Redmayne (Tess of the d’Urbervilles, Les Misérables) und Felicity Jones (Wiedersehen mit Brideshead, Like Crazy). Während man bei Stephen der körperliche Verfall immer mehr zunimmt, merkt man Jane die wachsende seelische Belastung an.

 

Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1

Story: Teil 3.1 der Panem-Trilogie beginnt dort, wo Teil 2 endete: Katniss wurde zusammen mit anderen Tributen aus dem Schlachtfeld der Jubiläumsspiele befreit, allerdings mussten dabei Johanna Mason, Annie Cresta und Peeta zurückgelassen werden. Angekommen in Distrikt 13, muss sie erfahren, dass ihr Heimatdistrikt vom Kapitol vollkommen zerstört wurde. Sie erfährt auch, dass Distrikt 13 nicht, wie von der Regierung behauptet, zerstört wurde, sondern sich im Untergrund seit Jahren unter der Führung von Präsidentin Alma Coin für den Gegenschlag vorbereitet. Um die anderen Distrikte für die Revolution zu mobilisieren, benötigt Coin allerdings Katniss als Symbol- und Propagandafigur. Während Katniss für die Rebellen als Mockingjay vor die Kameratritt, wird Peeta vom Kapitol als Gesicht gegen die Bewegung missbraucht.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=9qDwHYsgZg8]

 

Fazit: Wie schon beim dritten Buch der Reihe gibt es hier eigentlich nur lieben oder hassen. Ich persönlich mochte den dritten Teil, auch wenn die Figuren ein wenig anstrengend sind. Ähnlich ging es mir auch beim Film, auch wenn ich kein Fan davon bin, eine Story sinnlos aufzublähen, nur damit am Ende genug Stoff für zwei statt für einen Film vorhanden ist. Aber gut, damit kann ich leben. Auch mit den eingestrickten und ausgedehnten Kampfszenen (da merkt man schnell, wo hier die Geldmaschine bei den Filmen gesehen wird). Vielleicht liegt das daran, weil ich weiß, wie es endet (keine Sorge, kein Spoiler), aber ich finde die Grundlage dafür mit Teil 1 ganz gut geschaffen. Auch wenn der Film nicht mehr ist als die Überleitung für das große Finale, ich habe den teuren Kinoeintritt keine Sekunde bereut.

You Might Also Like

2 Comments

  • Reply
    Markus
    27. Februar 2015 at 21:26

    12 years a Slave war aber auch großartig!!!

    • Reply
      Suzi
      27. Februar 2015 at 22:11

      Fand ich auch 🙂 Aber der Film ist zwischenzeitlich schon sehr heftig. Ist halt auch ein trauriges Thema!

    Leave a Reply