Ein bisschen Alltag

Mein Knie und ich – Teil 2: Die OP

Diese Woche war es dann endlich so weit: Die OP von meinem kaputten, vorderen Kreuzband und des hinteren Meniskus stand bevor. Am Tag vorher musste ich noch die Zeit in der Klinik erfragen.

Markierung

Weil B. ein absoluter Schatz ist, hatte er sich extra wegen mir zwei Wochen Urlaub genommen, um mir am Anfang helfen zu können. Daher hatte ich jemanden, der auch vor der OP mich ein bisschen ablenken konnte, denn trotz Termin musste ich gut 40 Minuten warten. Tipp: Lest in der Zwischenzeit nichts über Behandlungsfehler. Oder Keime. Oder überhaupt was zum Thema Medizin. Um Zohan zu zitieren: Hab ich schon gesehen, hab ich schon gemacht, wird dir nicht gefallen.

Irgendwann kam eine Schwester und nahm mich mit. Im Vorraum musste ich meine Hose ausziehen und meine Tasche inkl. Liegeschiene in eine Box packen. Dort bekam ich dann den Zugang für die Infusionen gelegt und hatte auch ein Gespräch mit dem sehr netten Anästhesisten. Danach ging alles sehr schnell. Ab auf die OP-Liege, das zu operierende Bein in die dafür vorgesehene Schiene gelegt, noch wie gehört, wie der Operateur mich mit "also das rechte Bein dann" noch mal ärgert (kurz als Erläuterung, ich hatte echt Panik, dass die das falsche Bein operieren und sehr oft gesagt, dass es sich um das linke Knie handelt und ich kannte schon den Humor meines Arztes ;)) und weg war ich. 

Als ich wieder aufwachte, war mir trotz dicker Decke verdammt kalt. Gottseidank kam bald darauf eine nette Krankenschwester, die mir eine Wärmedecke brachte. Da ich über Nacht in der Klinik blieb, konnte ich direkt in dem Bett bleiben, was gut war, denn ich schlief immer wieder ein. Außerdem wusste ich noch von der ersten Kreuzbandplastik, dass ich die Narkose nicht so gut vertragen hatte. Und diesmal war keine Ausnahme. Kaum hatte die Schwester mein Bett hochgestellt, damit ich zum Essen aufsitzen konnte, klappte mein Kreislauf zusammen. So verbrachte ich dann den restlichen Tag damit, ab und an zu schlafen, zu speien, wieder einzuschlafen, aufwachen, speien, … Im Nachhinein ist es wirlich beeindruckend, wie viel da raus kommen kann, wenn man nichts gegessen und nur zwei Tee getrunken hat. Der arme B. saß dabei die ganze Zeit neben mir und brachte mir ein Auffangschüsselchen nach dem nächsten. Krankenhaus kann ja so romantisch sein ;).

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply