Ein bisschen Alltag

Mein Knie und ich – Teil 3: Der Tag danach

Die erste Nacht mit neuem Kreuzband war anstrengend. Immer wieder tat das Knie ziemlich weg. Der Krankenpfleger mit der Nachtschicht erklärte mit glücklicherweise wie man den Kühlakku an die Manschette anschließt. Das brachte etwas Linderung und ich musste nicht andauernd Tabletten schlucken.

Am Morgen wurde mir die Drainage entfernt und die Wunde kontrolliert. Ohne die blöde Drainage war der Weg zur Toilette plötzlich viel einfacher :)! Nach einem letzten Arztgespräch durfte ich meine Sachen packen und nach Hause gehen humpeln. 

Ich war von der Narkose noch imer total geschlaucht, deswegen schlief ich auch zu Hause dauernd ein. Zum Teil auch während Besuch anwesend war. Oder während eines Gesprächs. Oder während eines Satzes. Schuld daran war zum Teil die Narkose, aber auch die Medikamente, allen voran das Tramadol (ein Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide).

B. hatte mir ein Venenkissen gekauft, auf dem ich mein Hinkebein ablegen konnte. Hochlegen ist nach einer solchen OP sehr wichtig, damit nicht die ganze Flüssigkeit ins Knie und ins Bein geht und so die Schwellung weiter zu nimmt. Zu dem Zeitpunkt war mein Bein noch in der Liegeschiene eingepackt. Das machte einiges kompliziert, beispielsweise aufstehen oder in ein Auto zu steigen. Die Fahrt von der Klinik nach Hause musste ich auf der Rückbank verbringen. Und der Weg in den ersten Stock dauerte ewig. Aber was soll's – aller Anfang ist schwer.

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