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Simon Singh “Homers letzter Satz – Mathematik mit den Simpsons”

Mathematik und Simpsons? Da gibt es einen Zusammenhang? Ja, sagt Simon Singh und präsentiert mit “Homers letzter Satz – Mathematik mit den Simpsons” ein Buch über die zahlreichen Anspielungen zu mathematischen Theorien und Spielereien, die in den verschiedensten Simpsons-Folgen vorkommen. Während einige Anspielungen recht offensichtlich sind, waren manche bisher nur Mathefans vorbehalten.

Singh-Homer-Cover

So widerlegt Homer in “Im Schatten des Genies“ vermeintlich Fermats letzten Satz, indem er beweist, dass 398712 + 436512 = 447212 ist.  Natürlich falsifiziert Homer nicht wirklich den Beweis von Andrew Wiles von 1994. Die gängigen Taschenrechner werden bei dem Witz mitspielen, da sie meistens nicht genug Ziffern darstellen, um die Abweichung erkennbar zu machen. Simon Singh, seines Zeichens studierter und promovierter Physiker und Wissenschaftsjournalist, erklärt sehr verständlich (auch für Mathe-Noobs wie ich einer bin) den Hintergrund solcher Situationen und erzählt zudem, wie sie ihren Weg in die Sendung gefunden haben. Dazu nimmt er die Biografien einiger Simpsons-Autoren heraus, von denen ein erstaunlich hoher Anteil einen naturwissenschaftlichen Hintergrund besitzt.

Singh-Homer-Titelblatt

Mir wurde das Buch zu Weihnachten vom Lieblingsmann geschenkt, der als Mathematiker noch immer hofft, mir seine Freude an mathematischen Rätseln näher zu bringen. Ich hatte vor einigen Jahren bereits “Fermats letzter Satz” von Simon Singh gelesen, welches mir damals trotz mangelhafter Mathematikkenntnisse überraschend gut gefiel. Und als Fan der Simpsons (zumindest von den älteren Folgen) war dann der Schritt, dieses Buch auch zu lesen, nicht so wahnsinnig groß. Wie bereits erwähnt ist das Buch auch lesbar, wenn man keinen Mathe-LK besucht hat. Allerdings war es für mich auch kein Nachteil, jemanden in greifbarer Nähe zu haben, der mir das ein oder andere Detail noch mal in Ruhe erklärt hat *hüstel*… für richtige Mathefans dürfte allerdings wenig Neues in dem Buch stehen. Die Geschichten über die Simpsons-Autoren waren auch einigermaßen interessant. Allerdings haben mich die Erklärungen der verschiedenen Theorien wesentlich mehr interessiert, daher hätten für meinen Geschmack ein paar Bios rausfliegen und dafür noch ein paar mehr versteckte Szenen erklärt werden dürfen. Aber das ist wohl eine Geschmacksfrage.

Singh-Homer-Tafel

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