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Sprachen lernen mit italki

2013-08-13 Screenshot000052Durch Benny, the Irish Polyglot, von fluent in 3 months bin ich vor einiger Zeit auf italki gestoßen. Hier kann man mit anderen Leuten aus allen Teilen der Welt zusammen Sprachen lernen. Der große Vorteil besteht vor allem darin, dass man direkt von Muttersprachlern lernen kann. Das Haupttool hierbei ist – abgesehen von der Webseite – Skype. Das ist sehr praktisch, da man sich nicht nur Nachrichten schreiben, sondern in Echtzeit miteinander sprechen kann. Und genau hier besteht ja häufig das Problem: Eine fremde Sprache zu verstehen und in dieser zu kommunizieren ist etwas völlig anderes, als am heimischen Rechner Rosetta Stone oder ähnliche Software zu benutzen. Denn hier kann man Wörter doch mal eben nachschauen oder das Gesagte so oft wiederholen lassen, bis man es verstanden hat. 

Es gibt mehrere Optionen, um eine Sprache zu lernen: professioneller Unterricht, informelle Nachhilfe und Sprachpartnerschaften. Während die ersten zwei Varianten etwas kostet ist die letzte Methode kostenfrei.

  • Professioneller Unterricht: Der professionelle Unterricht wird in der Regel von ausgebildeten Lehrern gehalten, die entsprechende Zertifikate etc. vorweisen können. Der Unterricht ist strukturiert und entspricht im Prinzip einem Sprachkurs im RL. Je nach Lehrer schwanken die Preise zwischen 4 und 40 Euro die Stunde. Die Preise setzten sich meist nach Angebot und Nachfrage, aber auch nach der Qualifikation und dem Erfahrungsgrad der Lehrperson zusammen (klar, der emeritierte Spanischprofessor, der noch zehn weitere Sprachen spricht, verlangt mehr als ein Lehramtsstudent aus Spanien). Was übrigens nicht heißt, dass die "günstigeren" Lehrer schlecht sind! Ich zahle für meinen Lehrer rund 7,30 Euro für 60 Minuten Spanisch und bin bisher sehr zufrieden. 
  • Informelle Nachhilfe: Die informellen Nachhilfe hingegen ist etwas lockerer und formloser als der professionelle Unterricht. Bei den Lehrern handelt es sich meist einfach um "Natives", die einem helfen, die Sprache zu lernen und die Sprachfertigkeiten zu verbessern. Diese Menschen haben in der Regel einen ganz normalen Job und mit unterrichten sonst nicht unbedingt viel am Hut. Daher sind die Tarife häufig günstiger als die des professionellen Unterrichts. Dafür sollte man als Schüler auch schon ein bisschen was an Vorkenntnissen mitbringen, so dass er grundlegende Anweisungen verstehen kann.
  • Sprachpartnerschaften: Sprachpartnerschaft bedeutet, dass man sich jemanden sucht, der im Idealfall das Gegenstück zur eignen Partnersuche ist. In meinem Fall wäre das ein Spanier oder jemand aus Lateinamerika, der Deutsch lernen möchte. Nun ist das Lernen der deutschen Sprache in den spanischsprachigen Ländern leider kein großer Renner. Aber da mein Englisch ganz gut ist, bekomme ich auch oft Anfragen von spanischen Muttersprachlern, die eben Englisch lernen möchten. 

2013-08-13 Screenshot000051Neben diesen Varianten gibt es noch das sogenannte Notizbuch, in dem man in Form von Blogeinträgen die Sprache üben kann. Das coole daran: andere können die Einträge nicht nur lesen und kommentieren, sondern auch gegebenenfalls korrigieren. So weiß man am Ende auch, ob das, was man da verzapft hat, in der Fremdsprache auch Sinn ergibt (und nicht nur im eigenen Kopf, wo wie es bei mir häufig der Fall ist). 

Für mich ist italki ein echter Gewinn. Meinen VHS-Spanischkurs ersetzt es zwar nicht, aber es ist eine schöne Ergänzung. Zumal in den Sommerferien ja keine VHS-Kurse stattfinden und ich so trotzdem Übung bekomme. Außerdem lernt man nette Menschen aus allen Teilen der Welt kennen, die alle das gleiche Ziel haben: das Lernen weiterer Fremdsprachen. 

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