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Movie Review: Mama

Daddy, da draußen steht eine Frau! Ihre Füße berühren gar nicht den Boden…
(- Victoria)

Originaltitel: Mama
Regie: Andrés Muschietti
Drehbuch: Neil Cross, Andrés Muschietti, Barbara Muschietti
Darsteller u. a.: Jessica Chastain, Nikolaj Coster-Waldau, Daniel Kash
Herstellungsland & -jahr: Kanada/Spanien 2013
Laufzeit: 100 Minuten
Genres: Horror

mama

Storyline:
Nachdem der Geschäftsmann Jeffrey (Nikolaj Coster-Waldau) zunächst seine Geschäftspartner und anschließend seine Frau tötet, fährt er mit seinen beiden Töchtern Victoria und Lilly ziellos davon bis ein Unfall die Flucht unerwartet stoppt. Im Wald stoßen er und seine kleinen Töchter auf eine Hütte. Allerdings sind sie dort wohl nicht alleine. Als er dort seine Töchter und dann sich selbst erschießen möchte, wird er von einer Gestalt angegriffen. Die beiden Kinder – nun alleine im Wald – werden daraufhin von ebenjener Person aufgezogen. Fünf Jahre später werden die Kinder entdeckt und kommen in die Obhut ihres Onkels Luke (ebenfalls Coster-Waldau), der all die Jahre nach ihnen gesucht hat, und seiner Freundin Anabel (Jessica Chastain). Während Victoria vor ihrem Verschwinden bereits zur Schule ging und somit schnell wieder sozialisiert, scheint Lilly komplett verwildert. Keiner kann sich erklären, wie die beiden Kinder im Wald haben überleben können. Die Antwort darauf kommt langsam aber sicher. Denn die Kinder sind nicht alleine in das neue Haus gezogen.

Fazit:
Zunächst vorweg: Der Film ist wieder aus der Reihe „Guillermo del Toro präsentiert“ und ich fand den Film bei weitem nicht so gelungen wie „Das Waisenhaus“ oder „Julia’s Eyes“. Dennoch empfand ich den Streifen auch bei weitem nicht so schlecht wie er in mancher Kritik beschrieben wurde. Der Film gehört in die Riege der „PG-13-Horrorfilme“, sprich Filme, die in den USA nicht unter 13 Jahren angeschaut werden dürfen. Damit gehört der Film in die Riege von „Gremlins“, „The Ring“, „The Others“ oder „The Sixth Sense“. Der Ansatz war an sich sehr interessant: Kinder werden im Wald zurückgelassen und von einem Geisterwesen großgezogen. Während die Ältere sich bald wieder auch auf die menschliche Welt einlässt, bleibt das Wesen für die kleinere Schwester auch später weiterhin „Mama“. Mich haben vor allem manche unnötigen Unstimmigkeiten gestört: Da wird die (komplett unnötige) Figur der fiesen Großtante aufgebaut, die den Sorgerechtsstreit um die Kinder verliert und am Ende kurzzeitig von dem „Mama“-Wesen besessen ist. Coster-Waldau taucht am Anfang des Films auf, wird dann von dem eifersüchtigen Geisterwesen angegriffen und liegt dann erstmal die meiste Zeit des Films im Koma, nur um dann plötzlich nachts in den Wald zu der Hütte zu stiefeln. Warum sollte man da auch tagsüber hin, wenn man da mitten in der Nacht hinlaufen kann. Typische Horrorfilmlogik. Überhaupt redet da keiner so richtig mit dem anderen. Alle latschen einfach drauf los. So hat der Psychologen der Kiddies bereits recht schnell alles durchschaut und kennt das „Heilmittel“ für den Geist. Und rennt dann doch nur mit einer Taschenlampe und einer Kamera bewaffnet in die Hütte im Wald. Insgesamt ist der Film eher weniger gruselig, sondern eher eine Geschichte, die erzählt wird, mit gelegentlich geplanten Schockelementen. Übrigens, wer den gleichnamigen Kurzfilm nicht kennt, auf dem „Mama“ basiert, der kann ihn sich hier mal ansehen.

Wertung:

Der Kurzfilm:

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